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  Stationäre und ambulante Therapie

Das Huftherapie- und Trainingszentrum für Pferde gliedert seine Aufgaben hinsichtlich der Heilbehandlung von Pferden in den ambulanten und in den stationären Bereich.

 

Ambulante Behandlungen umfassen diejenigen Hufkrankheiten und begleitenden Krankheitsbilder, die ohne speziell angelegte Klinikumgebungen geheilt werden können, bzw. deren Einsatz zumindest im Abstand von 7 Tagen erfolgen kann. Keine der nachfolgend beschriebenen Situationen muss zwangsläufig zum Tod des Pferdes oder Esels führen. Zu Beginn einer ambulanten Therapie kann es erforderlich sein kurzfristige Behandlungstermine (z.B. wöchentlich oder 2-wöchentlich oder 4-wöchentlich) zu vereinbaren.

 

Von Behandlung sprechen wir immer dann, wenn anders als beim wildlebenden Pferd, welches keine Hufpflege braucht, das Hornwachstum nicht mehr im Gleichgewichts zwischen Wachstum und Abrieb ist. Ein gesundes Pferd braucht keine Hufpflege und auch keine Hufbehandlung.

 

Beispiel:

Ein professioneller Distanzreiter oder Wanderreiter könnte unter guten Umständen nur 1 x alle 6 Monate zur Kontrolle einen Termin vereinbaren.

Denn nur Profis wird es evtl. möglich sein, die Pferde ausreichend viel, selbstverständlich ohne Hufeisen zu bewegen (Asphalt, Beton, Schotterweg im Wald usw.), sodass die Hufe ausreichend abnutzen. Das gilt auch für Pferde mit einst schlechtem Wachstum und miserabler Hornqualität, von denen behauptet wird, diese könnten niemals wieder ohne Eisen laufen.

 

Diese Hufsituationen können ambulant behandelt werden:

leichte Fehlstellungen (zehenenge, zehenweite Stellungen usw.)
leichte Hufrotation (nicht bodenparallele Hufbeinpositionen ohne Aufhängungsverlust); d.h. Abweichungen des Kronwinkels, wenn dieser flacher zum Boden ist als 30° Grad
leichte Zwanghufsituationen (z.B. bei Trachten-, Eckstreben-, Strahl- und Ballenzwang und bei leicht untergeschobenen Trachten)
leichte Laminitis (Huflederhautentzündung) oder auch als „Hufrehe“ bekannt Das ist der Fall, wenn noch keine Separation des Hufbeins von der Wand diagnostiziert werden kann.
Hornspalten (Zehenmittelrisse und seitliche Hornspalten) Eine Behandlung ermöglicht hier recht schnelle Ergebnisse, sofern keine Verletzung der Kronwulst vorliegt, die Vernarbungen erzeugt.
Strahlfäule bzw. auch schon Strahlzwang, d.h. verkümmerte Strahle
 Mauke (Behandlung setzt veränderte Lebensbedingungen voraus)
leichte bis zu schwereren Hufrollenerkrankungen, sofern optimale Stallvoraussetzungen gegeben sind und sofern die Behandlung nicht häufiger als 1 mal pro Woche erfolgen muß. (Podotrochlose)
erweiterte „weiße Linie“ (white line desease)

 

Nebenerscheinungen der o.B. Hufsituationen. Achten Sie bitte hierauf bei Ihrem Pferd:

besonders agressive Pferde
Pferde mit Sommerexem oder Reude
Pferde mit allgemeinen Hautproblemen, die sich z.B. kratzen und schubbern, sofern es sich nicht um einen Befall von Parasiten handelt
Pferde, die auch mit geringsten Futtermengen zu dick aussehen
Stoffwechselprobleme z.B. verlangsamter saisonaler Fellwechsel
Niereninsuffizienz
Leberinsuffizienz
Herzinsuffizienz
Blockaden der Wirbelsäule
Verhärtete Nackenmuskulaturen (sehen aus wie ganze Filetstücke, die man unter die Nackenhaut des Pferdes/Esels geschoben hat)
allgemeine Muskelhypertophien, d.h. übermässige Muskelausprägungen und Verhärtungen ohne das diese Muskeln alltäglich benötigt werden
Pferde die zu lieb und teilnahmslos sind

 

Grundsätzlicher Hinweis:

Auch, wenn es selbstverständlich sein sollte, so wollen wir der Vollständigkeit halber klar zum Ausdruck bringen, dass wir grundsätzlich nicht für eine Heilung garantieren.

 

Da die Therapien oftmals bestimmte Prioritäten erfordern, arbeiten wir mit Homöopathen, Osteopathen und Tierärzten zusammen.


 







 
   
 
Letzte Änderung: 20.07.2012 © 2004 Chris Gehrmann